Mama ich will ein Meerschweinchen! |
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Eltern werden diesen Satz, egal ob mit Meerschweinchen, Hamster, Ratte, Rennmaus, Kaninchen oder einem anderen Tier, gut kennen. Irgendwann äußert jedes Kind den Wunsch nach einem eigenen Haustier. Leider wird dann allerdings allzu oft einfach in ein Zoogeschäft gegangen, ein Tier wird zusammen mit einem Käfig und einer Pappschachtel Futter angeschafft und dann dekorativ in das Kinderzimmerregal gestellt. Danach vegetiert das Tier als lebendiges Spielzeug vor sich hin, bis es weiter gegeben wird oder stirbt. Oft entspricht es absolut nicht den Wünschen oder Bedürfnissen des Kindes. Es wird schnell langweilig, lästig oder oft sogar bissig. Die Tiere selbst leiden meist ihr Leben lang unter zu kleinen Käfigen, falscher Ernährung, Einsamkeit und den oft zu wilden Spielen der Kinder. Fast jedem Tierfreund ist heute bewusst, dass Hunde und Katzen Lebewesen mit Bedürfnissen sind, auf die Rücksicht zu nehmen ist - aber Kleintiere gelten leider immer noch als leicht zu haltenden lebendige Spielzeuge, denen es genügen muss, Futter zu bekommen und in einem Käfig zu sitzen. |
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Ab welchem Alter eignen sich Kleintiere für Kinder
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Kleine Kinder bis 3 Jahre sollten Kleintiere nur anschauen dürfen. Kontakt zu den Tieren, wie streicheln oder beim Auslauf dabei sitzen, sollten Sie nur haben, wenn ein Elternteil dabei ist. Üben Sie den Umgang mit den Tieren anhand von Plüschtieren. Ein Kind in dem Alter betrachtet ein Tier noch nicht wirklich als fühlendes Lebewesen. Es könnte die Tiere zu hart anfassen und Verletzten. Natürlicherweise hat so ein kleines Kind den Wunsch, mit den Tieren zu spielen, aber ihm fehlt die nötige Feinmotorik um das Tier richtig anzufassen. Sorgen Sie dafür, dass Kleinkinder sich keinen Zugang zum Gehege verschaffen können! Bis zum achten Lebensjahr sollten die Kinder ebenfalls beim Kontakt mit den Tieren ein Elternteil dabei haben. Kinder in dem Alter können bei der Versorgung der Tiere helfen, sollten aber nicht allein mit den Tieren spielen dürfen. Den Kindern ist in dem Alter meist klar, dass sie dem Tier schaden könnten und sie besitzen oft viel Einfühlungsvermögen und lernen, was die Tiere mögen und was nicht. Trotzdem kann es schnell zu unerwarteten Situationen mit dem Heimtier kommen, welche die Kinder überfordern und dann zu Reaktionen führen können, die dem Tier oder dem Kind schaden! |
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Kleintiere gehören nicht ins Kinderzimmer!
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Leider für viele Kinder eine große Enttäuschung: obwohl das Tier ihnen gehört, es darf nicht zu den Kindern ins Schlafzimmer/Kinderzimmer ziehen! Nahezu alle Kleintiere sind munter, wenn Kinder schlafen sollten. Mit ihren vielfältigen Geräuschen (Gitternagen, Laufradlaufen, lautes Futternagen, Muigen beim Meerschweinchen) stören die Tiere den Schlaf des Kindes. Selbst wenn die Kinder bei dem Lärm, den ihre Heimtiere verursachen, schlafen können, unterbewusst wird der Lärm auch im Schlaf als störend wahrgenommen, was zu Konzentrationsschwächen beim Kind führen kann! Viele Kleintiere sind dämmerungsaktiv und verschlafen den Tag. Gerade am Tag sind Kinder dann aber am aktivsten und damit auch sehr laut. So stören sie dann wiederum den Schlaf der Tiere, was zu Stress und Krankheiten beim Tier führen kann. Tierkäfige und deren Umgebung sind durch die verwendete Einstreu oft sehr staubig, daher gehören Tierkäfige niemals in Schlafzimmer oder Kinderzimmer, wo der Staub beim Schlafen eingeatmet wird. Eine Kontrolle der Tierversorgung findet oft im Kinderzimmer nicht regelmäßig statt. Häufig sind Kinderzimmer auch zu klein, um wirklich tiergerechte Gehege in ihnen unter zu bringen. Alle Tiergehege sollten daher immer in einem separaten Raum oder im (rauchfreien!) Wohnzimmer untergebracht werden. |
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Welches Kleintier ist geeignet?
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Fast alle Nager und Kaninchen sind zwar neugierig und werden futterzahm, aber sie lassen sich schwer erziehen. Nager und Kaninchen sind Fluchttiere die ihren Menschen in erster Linie als Futterbringer sehen. Deshalb sollte eins vor der Anschaffung solcher Tiere klar sein: alle Kleintiere sind keine Streicheltiere! Die meisten Kleintiere lassen sich nicht gern hochnehmen und mögen nicht immer gestreichelt und gekuschelt werden! Kleine Käfige, wie sie leider oft im Zooladen verkauft werden, entsprechen in keinster Weise den Bedürfnissen der Tiere. Tiere, die in zu kleinen Käfigen leben müssen, werden sehr schnell sehr langweilig und für Kinder uninteressant. Das die Tiere selber in winzigen Käfigen leiden, muss wohl kaum erwähnt werden. Bekommen die Tiere ein großes Gehege mit einer naturnahen Einrichtung, ist es wesentlich interessanter, sie darin zu beobachten. |
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Kaninchen
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Grundvorraussetzung: Kaninchen müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, wobei die Kombination von einem kastriertem Rammler mit einem Weibchen ideal ist. Kaninchen benötigen viel Platz, egal ob in Wohnungshaltung oder Außenhaltung, das Gehege muss mindestens 2 m² groß sein. Täglich bekommen Kaninchen einige Stunden Auslauf, wobei sie mit Sicherheit die Wohnungseinrichtung annagen werden. Kaninchen werden häufig stubenrein, daher reicht es oft aus, nur Toilettenecken einzustreuen. Heu ist Grundnahrungsmittel und muss immer vorhanden sein. 2 x am Tag müssen die Tiere außerdem mit Gemüse gefüttert werden. Einmal die Woche wird das Gehege gereinigt. |
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Meerschweinchen
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Grundvorraussetzung: Meerschweinchen müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, zwei gleichgeschlechtliche Tiere sind optimal. Pro Meerschweinchen muss 0,5 m² Gehegebodenfläche vorhanden sein. Ein Kaufkäfig mit den Maßen 140 x 70 cm ist mindestens nötig. Meerschweinchen werden nicht stubenrein, das gesamte Gehege muss eingestreut werden. Auslauf müssen sie trotzdem mehrere Stunden am Tag bekommen, dabei verschmutzen sie die Umgebung mit ihren Ausscheidungen, ein abgegrenzter Auslauf mit waschbaren Unterlagen ist sinnvoll. Heu ist Grundnahrungsmittel und muss immer vorhanden sein. 2 x am Tag müssen die Tiere außerdem mit Gemüse gefüttert werden. Einmal die Woche wird das Gehege gereinigt. |
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Hamster
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Grundvorraussetzung: Alle Hamsterarten sollten einzeln gehalten werden. Sie benötigen einen Käfig mit einer Mindestgrundfläche von 0,5 m² (Etagen werden nicht mitgezählt!). Die üblicherweise im Handel angebotenen Plastikkäfige sind nicht für die Hamsterhaltung geeignet. Hamster benötigen am Abend ab 20 Uhr Auslauf. Einmal am Tag wird der Hamster mit Trockenfutter und Frischfutter gefüttert. Das gesamte Gehege wird nur einmal im Monat gereinigt, sie riechen nicht sehr intensiv. |
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Mongolische Rennmäuse
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Grundvorraussetzung: Rennmäuse müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, zwei gleichgeschlechtliche Tiere sind optimal. Sie benötigen ein Aquarium mit den Mindestmaßen 100 x 40 x 40 cm, welches hoch eingestreut wird. Einmal am Tag werden die Rennmäuse mit Trockenfutter und Frischfutter gefüttert. Das gesamte Gehege wird nur einmal im Monat gereinigt, sie riechen nicht sehr intensiv. |
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Farbmäuse
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Grundvorraussetzung: Farbmäuse müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, zwei gleichgeschlechtliche Tiere sind optimal. Sie benötigen einen Käfig mit den Mindstmaßen 80 x 50 x 40 cm. Einmal am Tag werden die Mäuse mit Trockenfutter und Frischfutter gefüttert. Das gesamte Gehege wird mindestens einmal die Woche gereinigt, Farbmäuse haben einen strengen Eigengeruch. |
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Ratten
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Grundvorraussetzung: Ratten müssen immer mindestens zu zweit gehalten werden, zwei gleichgeschlechtliche Tiere sind optimal. Sie benötigen einen Käfig mit den Mindstmaßen 100 x 50 x 120 cm, welcher mit vielen Etagen ausgestattet wird. Einmal am Tag werden die Ratten mit Trockenfutter und Frischfutter gefüttert. Das gesamte Gehege wird mindestens einmal die Woche gereinigt, Kot und Urin wird häufiger entfernt. |
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Es gibt mittlerweile in Zoofachgeschäften noch eine Vielzahl geradezu exotischer Haustiere. Chinchillas, Lemminge, Springmäuse, Degus und noch viel mehr. Diese Tiere gehören aber wirklich nur in Expertenhände und sind als Spielgefährten für Kinder gar nicht geeignet. |
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Copyright
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(c) Texte von Christine Wilde - www.nager-info.de |
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Nagetiere und Kaninchen sind keine Kuscheltiere
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Interessante Links
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