Persische Rennmäuse |
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Allgemeines
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Persische Rennmäuse (Meriones persicus) haben eine Körperlänge von etwa 12-14cm, hinzu kommt noch ein ca. 14-18cm langer behaarter Schwanz mit einer dunklen Quaste am Ende. Da sie bei Heimtierhaltern und Züchtern noch nicht weit verbreitet sind ist sind sie nur in ihrer wunderschönen natürlichen Fellfärbung anzutreffen. Sie haben einen weißen Bauch und Lidstrich, wovon sich der agouti-farbende Kopf und Körper deutlich abgrenzen. Ihre Fußsohlen sind nackt und dunkel. Da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind haben sie auffallend große Augen. Sie wiegen zwischen 100 – 180g und werden bei guter Pflege etwa 5-6 Jahre alt. In Gefangenschaft wurde oft beobachtet, dass die Männchen im Winter ihre Hoden einziehen und sich in dieser Zeit auch nicht paaren. |
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Vorkommen
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Persische Rennmäuse leben in freier Wildbahn in Steppen und Halbwüsten in der Türkei, Iran, Irak, Afghanistan und Pakistan. Sie sind dort in felsigen Gegenden anzutreffen, oftmals auch in höheren Lagen (>2000m). Dort leben sie in großen Familienverbänden. Aufgrund des felsigen Lebensraums sind sie ausgezeichnete Kletterer und Springer. |
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Überlegungen vor der Anschaffung
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Persische Rennmäuse leben in der Natur in großen Familienverbänden. Sie sind sehr gesellig und dürfen daher niemals einzeln gehalten werden! |
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Gruppenkonstellationen
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Weibchengruppe
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Weibchengruppen vertragen sich meist gut und leben harmonisch zusammen. Nur sehr selten kommt es zu Streitigkeiten. Oft geht es dabei um Besitzansprüche bestimmter Einrichtungsgegenstände. Bieten Sie diese daher in ausreichender Menge an. |
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Männchengruppe
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Auch Männchengruppen können gut funktionieren, allerdings sollten diese nicht zu groß sein. Jedoch kann es gerade im Frühling, wenn die Paarungszeit wieder beginnt, vermehrt zu Streitereien kommen, daher sollten sich möglichst keine weiblichen Rennmäuse in Sicht- und Riechweite befinden. |
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Weibchen und 1 Kastrat
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Auch diese Konstellation funktioniert sehr gut. Bitte lassen Sie ihr Männchen nur von einem erfahrenen Tierarzt kastrieren. Für die kleinen Lebewesen birgt jeder Eingriff ein Risiko |
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Weibchen und Männchen
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Die Haltung von Pärchen verläuft zwar meist harmonisch, jedoch sorgen sie für viel Nachwuchs (bis zu 4 Würfe pro Jahr!). Daher ist davon dringend abzuraten! |
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Für Anfänger empfiehlt es sich mit zwei gleichgeschlechtlichen Tieren oder einem Weibchen und einem Kastraten anzufangen. |
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Artgerechte Rennmausbehausung
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Größe
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Für zwei Tiere empfehlen wir eine Mindestgrundfläche von 0.75qm, wobei die Länge wenigstens 1.5m betragen sollte, und eine Höhe von min. 1m. Um dem Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden gilt natürlich „je größer desto besser“. |
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Zubehör
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Bieten sie mehrere Häuschen und Unterschlüpfe an, da persische Rennmäuse ihren Schlafplatz öfter wechseln. Ein Wassernapf an geschützter Stelle und ein Frischfutternapf sind empfehlenswert. Bieten sie außerdem viele Kletter- und Spielmöglichkeiten an: |
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Einrichtung
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Der untere Teil des Geheges sollte aus Glas bestehen. Alternativ kann man auch ein etwas kleineres Aquarium hineinstellen. Arrangieren sie einige Äste und aufgeschichtete Steine und füllen sie diese mit Kleintierstreu, Heu und Stroh auf. Die Einstreuhöhe sollten mindestens 20cm betragen. Verwenden Sie niemals Katzenstreu! |
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Standort
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Der Standort sollte vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Auch Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit sind zu vermeiden. Stellen Sie das Gehege nicht in Küche, Bad, Keller, Schlaf- oder Kinderzimmer. |
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Laufräder
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Handelsübliche Laufräder stellen eine Gefahrenquelle dar. In den Sprossen können sich die Tiere verfangen und die Gliedmaßen brechen, der Schwanz kann eingeklemmt und schlimmstenfalls gebrochen oder abgerissen werden. Beim Aussteigen können sie sich zwischen den Haltestreben einquetschen (Schereneffekt). Es kann in viele zu kleinen Gehegen zu einer Art Laufradsucht kommen, welche die Tiere an jeder vernünftigen Aktivität hindert (Stereotype). Es kommt durch die meist zu kleinen Laufräder zu einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule (vorne läuft die Maus hoch, hinten runter!), diese wird falsch abgenutzt, was den Tieren auf Dauer Schmerzen bereitet. Geeignete Laufräder haben eine geschlossene und eine offene Seite, die Lauffläche ist geschlossen (Jutebänder werden angenagt!), sie haben einen Mindestdurchmesser von 40 cm. Gut geeignet sind die Holzlaufräder, sowie die Wodent Wheels. Auch Laufteller sind geeignet. Sie werden auch von mehreren Mäusen gleichzeitig genutzt. |
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Laufkugeln, sogenannte Joggingbälle und offene Metalllaufräder sind laut "Tierärztlicher Vereinigung für den Tierschutz" tierwidrig. Die Tiere leiden massiv in Laufkugeln und werden dadurch krank. Deshalb sollten niemals Joggingbälle verwendet werden. |
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Ernährung
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Für persische Rennmäuse gelten die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für mongolische Rennmäuse. Gerne dürfen Sie ihnen jedoch die doppelte Menge tierisches Eiweiß anbieten. Auch die Gesamtfuttermenge darf größer sein (etwa 2TL Körnerfutter pro Maus), da persische Rennmäuse größer sind als ihre mongolischen Verwandten. |
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Nicht zu einer tiergerechten Ernährung gehören die vielen bunten Leckerlis, die Sie im Fachhandel angeboten bekommen! |
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Joghurtdrops, Nagergebäck und ähnliche Knabbereien enthalten zu viel Zucker und Fett und sind nicht unbedingt empfehlenswert. Gesunde Leckerlis sind Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse oder auch getrocknetes Obst wie Rosinen oder Hagebutten. Allerdings dürfen diese Leckerchen nur in kleinen Mengen angeboten werden, Rennmäuse neigen dazu, schnell fett zu werden. Um Ihre Renner handzahm zu machen, können Sie auch erstmal alle Leckerchen wie Sonnenblumenkerne und Nüsse nur von Hand geben. |
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Trockenfutter
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Rennmäuse ernähren sich hauptsächlich von Getreide und Sämereien und nehmen nur wenig Früchte oder tierische Nahrung zu sich. Als Hauptnahrung sollte eine Körnermischung gereicht werden. |
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Folgende Bestandteile sollte das Futter enthalten |
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Hirsesorten und Kleinsämereien wie z.B. Grassamen (diese sollten ca. 40% des Futters ausmachen), Getreidemischung (Weizen, Hafer, Gerste, Roggen als Korn und Flocken), Amaranth, Mais, fettarme Hundeflocken, ungezuckerte Corn Flakes, ebenfalls geeignet sind ungezuckertes Vollkornmüsli, rohe Nudeln, getrocknetes Gemüse und Erbsenflocken in kleinen Mengen. |
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Frischfutter
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Füttern Sie Grünfutter nur in solchen Mengen, dass es schnell verzehrt wird. Geben Sie kleine Portionen und vergewissern Sie sich, dass die Rennmäuse Frischfutter nicht bunkern. |
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Tierisches Eiweiß
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Tierisches Eiweiß sollte täglich gegeben werden. Verfüttert man lebende Insekten, so kann man beobachten, wie die Rennmäuse plötzlich einen enormen Jagdtrieb entwickeln und die Beute verfolgen. Wem die Gabe von Lebendfutter nicht behagt, der kann auch getrocknete Insekten verfüttern, jedoch hat man bei lebenden Tieren den Vorteil, sie vorm Verfüttern noch selbst mit hochwertigem Futter versorgen zu können und so ihren Vitamin- und Mineraliengehalt zu steigern. |
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Geeignet:
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Hunde- und Katzenfutter
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Prinzipiell ist die Verfütterung von Hunde oder Katzenfutter nicht schädlich. Die oft kritisierte Taurinzugabe in Katzenfutter ist nicht per se giftig und auch eine Schädlichkeit konnte nicht nachgewiesen werden. Jedoch ist es so, dass die meisten Futtersorten oder gar Leckerchen für diese Tiere kaum Fleisch enthalten und somit für eine Rennmaus keinen Nutzen bringen. Minder wertiges Trockenfutter oder Hundekuchen bestehen vor allem aus Nebenerzeugnissen und/oder Getreide. Eine Fütterung damit ist also nicht empfehlenswert. |
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Milchprodukte
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Durch Milchprodukte kann man nicht den Bedarf an tierischem Eiweiß decken, sie sind also nicht als Lieferanten für dieses anzusehen, eher als Leckerei. Man sollte jedoch darauf achten Milchprodukte aus nicht tierquälerischen Massenhaltung zu verfüttern! Bzw. am besten ganz darauf zu verzichten. Alternative: Zuckerfreier Soja-Joghurt. |
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Gesundheitscheck
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Haben Sie täglich ein wachsames Auge auf die Tiere
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Tragen
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Bleibt Ihre Rennmaus auf Ihrer Hand sitzen, können Sie sie hochnehmen. Aber Vorsicht: Rennmäuse sind recht flinke Gesellen, sie könnten schneller von Ihrer Hand springen, als Sie schauen können. |
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Copyright
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(c) Texte und Bilder von Nagerschutz - Hilfe für die Kleinsten |
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