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Ratten
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Allgemeines
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Unsere Farbratten (rattus rattus) stammen von den Wanderratten ab. Farbratten werden ca. 1,5 bis 3 Jahre alt und erreichen eine durchschnittliche Größe von 22 -26 cm Länge (ohne Schwanz). Der Schwanz misst zusätzlich etwa 18 - 22 cm. Sie werden ca. 250 - 600 Gramm schwer. Es gibt aber auch Brocken, die 1 kg wiegen.
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Ratten sind sehr soziale Rudeltiere und dürfen niemals allein gehalten werden! |
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Gleichgeschlechtliche Ratten vertragen sich in der Regel gut miteinander. Gemischt-geschlechtliche Gruppen dürfen nur gehalten werden, wenn die Böcke kastriert sind, um Nachwuchs zu verhindern. Jungtiere können leicht vergesellschaftet werden. Bei erwachsenen Tieren muss vorsichtiger Vorgegangen werden. Vergesellschaftung von Ratten - klick!
Vor dem Kauf sollten Sie sich sicher sein, dass in Ihrer Familie keine Allergien gegen Ratten, Hausstaub oder die Futtermittel der Ratten vorliegen. Denken Sie daran, dass Ihre Wohnungseinrichtung beim Auslauf der Ratten leidet, trotzdem müssen diese aktiven Tiere regelmäßig Auslauf bekommen.
Ratten eignen sich gut für Kinder ab 14 Jahren sowie, für Erwachsene und berufstätige Menschen.
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Ratten sind keine Spieltiere für Kinder! Erwachsene müssen immer die Pflege der Ratten überwachen. |
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Eingewöhnung neuer Ratten
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Reden Sie mit den Tieren und locken Sie sie zu sich heran. Erst wenn die Ratten keine Scheu mehr zeigen und aus der Hand fressen, können Sie sie hochnehmen - das kann zwei Wochen oder länger dauern.
Stützen Sie beim Hochnehmen alle vier Beinchen mit den Händen ab, tragen Sie die Ratten mit beiden Händen vor der Brust. Tragen Sie nur sehr zahme Ratten in der Wohnung auf der Schulter. Wollen Sie mit den Ratten das Haus verlassen (z.b. Tierarzt), gehören die Tiere in eine geeignete Transportbox. Es wird dringend davon abgeraten Ratten im Garten, in der Stadt oder Schule etc. auf der Schulter mit rum zu tragen!
Achten Sie darauf, dass Ihre Ratten beim Auslauf keine Kabel, Zimmerpflanzen und andere giftige Sachen annagen.
Geben Sie den Tieren mindestens eine Stunde am Tag Auslauf, den Sie mit Pappkartons und verschiedenen Spielen aufregend gestalten.
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Tiergerechte Rattenbehausung
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Größe Ein Käfig mit den Mindestmaßen von B 50 x L 100 x H 120 cm mit Etagen wird für 2 - 3 Ratten als ausreichend empfohlen. Das ist für die bewegungsfreudigen Tiere allerdings recht knapp und ein größerer Käfig oder eine Voliere wäre sicherlich tiergerechter! Wenn es mehr Ratten werden sollen, empfehlen wir Volieren mit der Größe L 100 x B 80 x H 200 cm. Es müssen hier ca. alle 60 cm durchgehende Zwischenböden einbaut werden, damit die Ratten nicht zu tief fallen können. Die Gitterstäbe der Käfigwände sollten für erwachsene Tiere nicht weiter als 2 cm auseinander liegen.
Einrichtung Verzichten Sie bei der Einrichtung auf Gitteretagen, in denen Ihre Ratten stecken bleiben können. In engen und langen Plastikröhren und kleinen Plastikhäusern herrscht keine ausreichende Luftzirkulation, auf diese muss auch verzichtet werden. Große, kurze Röhren, große Häuser mit vielen Türen, Luftlöchern und Fenstern sind sinnvoller. Mehrere Häuser oder Höhlen, Etagen aus lackiertem Holz, Hängematten aus Handtüchern oder Leinentaschen, durchlöcherte Baumstümpfe, Heunester, Pappröhren oder kurze, neue Plastikabflussröhren, Korkröhren und Rampen, einen Erdebuddelkasten, Wurzeln wie sie für Aquarien verkauft werden, lange Äste zum darauf herum klettern und benagen, Seile, Leitern, Spieltürme verschönern das Rattenheim.
Die richtige Einstreu Geeignet sind z. B. Hanfstreu, Buchengranulat oder, wenn keine Allergien vorliegen, Holzeinstreu / Kleintierstreu (staubfreiees Streu). Ebenso eignen sich auch Sand für die Tolietten und Papierhäcksel, Zeitungspapier und Küchentücher. Zum Nestbauen bekommen die Ratten regelmäßig unparfümierte, wasserlösliche Taschentücher und Toilettenpapier im Gehege verteilt. Verwenden Sie kein Katzenstreu. Klumpstreu kann im Magen der Tiere verklumpen, schon der Staub schädigt die Lungen. Jedes Katzenstreu kann bei Verzehr giftig sein!
Zubehör Eine nicht tropfende Trinkflasche, Wassernäpfe und schwere Futternäpfe die nicht umgestoßen werden können und als Spielzeug Futterspieße für Frischfutter.
Reinigung Das gesamte Gehege sollte mindestens einmal in der Woche komplett gereinigt werden. Die Einstreu wird gewechselt und die Einrichtung mit heißem Wasser, bei Bedarf mit Essigwasser, ausgewaschen.
Achten Sie darauf, dass Ihre Ratten kein verderbliches Futter im Haus bunkern.
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Laufräder im Käfig sind absolut tabu und bei tiergerecht gehaltenen Ratten mit viel Auslauf völlig unnötig! |
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Viele Laufräder sind ungeeignet, In offenen Sprossen kann sich die Ratte verfangen und die Gliedmaßen brechen. Beim Aussteigen kann sie sich zwischen den Haltestreben einquetschen. In zu kleinen Laufräder kommt zu einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule. Der Schwanz der Ratte kann sich im Laufrad verfangen und abreißen oder brechen. Nur im Auslauf darf als Spielzeug ein Holzlaufrad mit einem Durchmesser von mindestens 40 cm angeboten werden.
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Laufkugeln und ähnliche Folterwerkzeuge aus Plastik, in die man die Ratten einsperrt, um Sie dann damit durch die Wohnung rollen zu lassen sind tierschutzwidrig und gefährlich! |
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Joggingbälle sind nur ein (zweifelhafter) Spaß für die Halter der Tiere, für die Tiere sind sie ein grausames Gefängnis dessen Plastikwände sie daran hindern, ihre Umgebung zu erschnüffeln und das sie nicht von selbst verlassen können: http://nohamsterball.de.ki
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Ernährung
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Knabberstangen, Joghurtdrops, Nagergebäck und ähnliche Knabbereien enthalten viel Zucker und sind in größeren Mengen ungesund! |
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Trockenfutter Eine ausgewachsene Ratte benötigt etwa einen Esslöffel Trockenfutter pro Tag. Im Zoofachhandel bekommen Sie geeignete Trockenfuttermischungen für Ratten. Vom VdRD wird das Tima Futter mit dem Namen Rattima empfohlen, aber auch andere Futtersorten, z.B. von JR Farm oder von Versele Laga sind gut geeignet.
Getrocknete Kräuter sollten ebenfalls verfüttert werden, z. B. Kamille, Salbei, Melisse, Spitzwegerich, Haselblätter, Löwenzahnkraut, Schafgarbenblüte, Brennnesselblätter, Pfefferminze, grüner Hafer.
Frisches Blüten- oder Kräuterheu darf gern angeboten werden, sei es zum Nestbau, zum darin wühlen, aber auch zum Verzehr. Es stimmt nicht, dass die Ratten sich hier Milben holen, Heukugeln aus dem Zoofachhandel hingegen sind tatsächlich häufig stark mit Milben belastet.
Frischfutter Füttern Sie Frischfutter mindestens 1 x am Tag. Gemüse viel/Obst etwas weniger. Geeignet sind: Fenchel, Möhren, Gurken, süße Trauben, Erdbeeren, Paprika, frischer Mais, gelegentlich verschiedene Salatsorten, Chicoree, Äpfel, Tomaten (ohne Grün, giftig!), Kürbis, Melone und deren Kerne, Broccoli, Zucchini, Bananen und in geringen Mengen Dill und andere Kräuter
Nicht verfüttern sollten Sie: alle Kohlarten, Zwiebelgewächse, Avocados und rohe Kartoffeln, Orangen, Mandarinen.
Um Futterneid und Rangkämpfe zu vermeiden, empfehlen wir, das Gemüse klein zu schneiden und bei größeren Rattenmengen im Käfig zu verteilen, bzw. 2 Futternäpfe zu benutzen.
Eine zusätzliche Vitamingabe ist, außer evtl. im Krankheitsfall, nicht erforderlich.
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Kolbenhirse, Getreideähren, harte Hundekuchen, taurinfreie Katzenleckerchen werden gern als Beschäftigungsfutter angenommen. |
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Grünfutter Unter dem Begriff Grünfutter werden alle grünen Pflanzenteile zusammengefasst. Gemeint sind vor allem Kräuter wie Löwenzahn, Spitzwegerrich, Schafgarbe, Giersch, Kamille, Ackerminze und ebenso auch alle Grassorten, im Sommer darf und sollte täglich Grünfutter angeboten werden. Auch Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, Dill und Melisse. Blumen (mit Blüten) wie Sonnenblumen, Ringelblumen sind für Ratten gesund.
Zweige von Obst-, Birken- und Haselbäumen sollten zum Benagen immer im Käfig vorhanden sein. Sehr selten darf auch hartes, nicht schimmeliges Brot gegeben werden.
Tierische und Menschennahrung Ratten sind keine reinen Vegetarier, füttern Sie von daher mindestens 2 - 3 x die Woche tierische Nahrung. Geeignet sind: hart gekochtes Ei, Magerquark, Magermilchjoghurt, in geringen Mengen auch Fruchtjoghurt. Milchprodukte in Maßen, zu viel führt zu Durchfall. Gelegentlich können auch Hundekuchen oder taurinfreie Katzenleckerchen sowie Nudeln (roh und gekocht), gekochte Kartoffeln und gekochter Reis gegeben werden.
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Gesundheitscheck
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Ratten zeigen Krankheiten leider oft spät an, deshalb sollten Sie die Tiere immer gut beobachten um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen:
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Kommen alle zum Fressnapf? Sind sie neugierig und an ihrer Umgebung interessiert? Nutzen sie den Auslauf wie üblich? |
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Putzen sie sich gründlich |
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Ist ihr Fell sauber, dicht und glatt |
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Sind die Augen klar und nicht verklebt? |
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Ist der After sauber? Sieht der Kot normal aus? |
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Tasten Sie nach Tumoren ab und wiegen Sie die Tiere regelmäßig. |
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Wenn sich die Tiere anders als normal verhalten oder Ihnen Krankheitszeichen auffallen, dann gehen Sie unverzüglich zu einem Tierarzt! |
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Vergesellschaftung
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Informationen zur Ratten-Vergesellschaftung findest du hier!
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Info-Download
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Rattenfaltblatt - Download |
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Rattenfaltblatt s/w - Download |
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Ausführliche Informationen im Internet
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www.nager-info.de |
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www.rattenwelt.de |
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www.rat-nose.de |
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www.ratside.de |
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Buchempfehlungen
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"Meine Ratten", Autorin: Brigitte Rauth-Widmann; Franckh-Kosmos Verlag |
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"Das andere Rattenbuch", Autorin: Erika Weiß-Geißler, Verlag: BoD GmbH |
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Lecker schmeckst's
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Copyright
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(c) Texte von Christine Wilde - www.nager-info.de (c) Bilder von Schanz Fotodesign und Tierbildarchiv - www.schanz-fotodesign.de
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